Text zu Motivation & Zielstrategie

Skizze: Wie komme ich zum Ziel? (Zielstrategie)

Wie erreicht der Studierende ein Ziel?

Zuerst – das tönt jetzt etwas einfach, aber dennoch: Er oder sie muss das Ziel kennen und verstehen. Genau, nicht nur kennen im Sinn von «das hab ich im Projektbeschrieb gelesen» sondern auch verstehen im Sinn von «ich weiss um was es geht».
Danach kommen die Überlegungen dazu, wie das Ziel erreicht werden kann. Offensichtlich gibt es hier unterschiedliche Herangehensweisen und didaktische Überlegungen. So ist es je nach Situation angezeigt eine Strategie gemeinsam zu entwickeln oder das Gegenüber auf eigenen Beinen stehen lassen.

Beim gemeinsam Entwickeln der Zielstrategie – und darum geht es hier – geht es keinesfalls drum dem Studierenden alles zu servieren sondern darum ihn so zu begleiten, dass er die Entwicklung eigentlich selber macht. Der Dozierende gibt hier nicht fertige Antworten im Sinne von: Zuerst müssen Sie … dann kommt … und dann will ich … sehen. Fragen stellen um zu Einsichten zu gelangen ist eine gute Möglichkeit von Begleitung. Zum Beispiel: «Was meinen Sie, welchen Input und welches Material brauchen Sie um gute Bilder für eine Fotoreportage zu erstellen?» Ist für den Dozierenden klar, dass gewisse Aspekte übersehen werden, kann selbstverständlich nachgehakt werden. «Denken Sie fundierte Hintergrundinformationen zum Thema würden Ihnen beim Fotografieren helfen?»

Faktoren

Es ist aber nicht nur die Zielstrategie, die dem Studierenden verhilft das Ziel zu erreichen. Es gibt unterschiedliche, zahlreiche Faktoren die Einfluss haben. Als zentral erachte ich Transparenz, emotionale Bindung und den gegenseitigen Austausch.

Transparenz beim Stellen einer Aufgabe (darum geht es, das ist wichtig, so wird bewertet, das erwarte ich …) hilft dem Gegenüber die Aufgabe im Sinn von «ich weiss um was es geht» zu verstehen. Bei gut gestellten Aufgaben sollten sich Antworten auf die Frage «was bringt mir das jetzt» mit Leichtigkeit ableiten lassen.
Hilfreich ist zweifelsohne das Knüpfen von emotionalen Bindungen zum Ziel. Diese entsteht, wenn das Gegenüber weiss es bringt ihm etwas – er tut es ja für sich. Emotionale Bindung kann auch durch Zusammenarbeit entstehen. In einer produktiven Gruppe zu arbeiten motiviert. Motivierte Leute haben Spass. Spass spornt zu Leistung an. Genau: Aufwärtsspirale!
Feedback einholen und so gegenseitigen Austausch fördern ist generell befruchtend. Wichtig aber auch, weil der Dozierende es nicht verpassen darf zu merken, wenn die Aufgabenstellung nicht klar ist. «Ich hab es doch schriftlich abgegeben». Stimmt, aber unter Umständen, müsste hier klar werden, dass wenn es trotzdem nicht funktioniert, die Aufgabe nicht klar gestellt wurde?

Inspiration

Gegenseitiges Austauschen in der Gruppe bei der Entwicklung der Zielstrategie, bringt oft beiden Seiten viel (Lernender und Lehrender). 20 Köpfe haben hier mehr Ideen als einer. Warum nicht in die Runde Fragen: «Welche Ansätze könnten Sie sich vorstellen um ans Ziel zu kommen?». Diese Art von Fragen und Austausch haben für mich als Dozentin oft den wunderbaren Nebeneffekt, dass ich auf neue Ideen komme. Meine Klasse schenkt mir Information und Inspiration.

Skizze: So get es! (Zielstrategie)