Förderpreis der Lehre 2019 / CS Award for best Teaching

Foerderpreis Lehre 2019 PHZH

«Beurteilung neu gedacht – Mitwirkung von Studierenden bei der Entwicklung von Beurteilungsformaten» von Roland Gautschi und Nora Dainton

Projektidee

Im Zentrum dieses Projekts steht die Frage, in welchem Rahmen die Mitsprache und Mitwirkung von Studierenden bei Beurteilungsformaten möglich und für Studierende und Dozierende gewinnbringend ist. Roland Gautschi (Dozent in der Abteilung Eingangsstufe) möchte gemeinsam mit Nora Dainton (Dozentin im FHNW Institut Industrial Design) entlang der Frage «Was wäre, wenn Beurteilung neu gedacht würde?» eine Diskussion anstossen, eine veränderte Praxis erproben, diese untersuchen, befragen und kritisch würdigen. Dafür werden in drei so genannten «Spielwiesen» Erfahrungen gesammelt und systematisch zusammengetragen. Das Preisgeld wird einerseits für den Aufwand eingesetzt, der in der Umsetzung in den beteiligten Institutionen anfällt, andererseits für den Aufwand den die Arbeit in der Projektleitung und die Zusammenführung der Erkenntnisse verwendet.

Begründung der Jury

Die Jury ist sich einig, dass es – nicht zuletzt auch im Zuge der Diskussion im Rahmen des Lehrplans 21 – um die Thematik des Beurteilens an der Zeit ist, gemeinsam mit den Studierenden die Beurteilungspraxis an den Hochschulen unter die Lupe zu nehmen. Das Projektdesign verspricht Bottom-up unter Beteiligung von Studierenden, Dozierenden und externen Partnern kühne Impulse für eine wichtige Diskussion. Da sich das Projekt mit einem Schlüsselthema der Hochschullehre beschäftigt, hat die Jury entschieden, auch den «CS Award for Best Teaching» und damit das von der Credit Suisse Foundation gestiftete Preisgeld an dieses Projekt zu vergeben.

Text PHZH

CS Award for best Teaching

Bootcamp Design Thinking an der PHZH

Design Thinking – eine agile Methode

Zusammen mit Thomas Etter darf ich im Mai 2020 an der Pädagogischen Hochschule Zürich das Modul «Bootcamp Design Thinking – Wie eine agile Methode in der Hochschuldidaktik eingesetzt werden kann» durchführen. Ich freue mich über die Zusammenarbeit Thomas und der PHZH! Interssiert? Unter folgendem Link gibts Details und Anmeldung:

Bootcamp Design Thinking

Open Talks — Netzwerkbildung hoch drei

Beitrag in «Gestaltungsorte. 18/19 Ausbildung, Räume, Methoden, Prozesse. Jahrespublikation Institut Industrial Design HGK FHNW. Hrsg Werner Baumhakl. Basel 2019»

Der Text zeigt entlang der Veranstaltung «Open Talks» verschiedene Aspekte von Vernetzung auf. Didaktische und strukturelle Überlegungen werden sichtbar gemacht und beleuchtet die aktive Rolle des Institutes in der Gestaltung des Settings für die Studierenden.

Der Text beantwortet die Fragen: Was kann die Methode «Open Talks» für die Studierenden und das Institut leisten? Welche didaktischen Überlegungen stehen hinter «Open Talks», die auch für das Gesamtkonzept des Studiums Gültigkeit haben?

Rezension: Feedback in der Hochschullehre

Rezension Feedback in der Hochschullehre

„Fazit: Das Buch macht Lust, sich mit Feedback zu beschäftigten, zeigt viele Wege auf mit den Studierenden ins Gespräch zu gehen, gibt erste Absicherungen für den Fall negativer Kritik und inspiriert zu Erprobungen im Feld. Detailfragen sind, wie oben im Einzelnen ausgeführt, diskutierbar, das sollte aber nicht an der Rezeption des Buches hindern, sondern zum Mitdenken und Mitgestalten einladen. Denn das ist letztlich ein Grundgedanke der Autorin, die mit einem DIY-Aufruf zur eigenen Konzeption von Feedbackverfahren schließt.“

Ganze Rezension von Dr. Julia Weizel hier zu finden: https://www.socialnet.de/rezensionen/24721.php

Dr. Julia Weitzel ist Erziehungswissenschaftlerin, DGfC-Coach, Hochschuldidaktikerin (dghd)
Homepage www.julia-weitzel.de

Aus- & Weiterbildung: Aspekte von Betreuen und Begleiten

Betreuen-Betrachten

Unterschiede von Betreuen und Begleiten

Betreuen bedeutet einen sicheren Rahmen bieten, Möglichkeiten aktiv aufzeigen, Einführungen geben. Kurzum der Dozent oder die Dozentin ist in dieser Rolle Mentorin, oder Lehrender, der etwas weiter gibt. Diese Art des Unterrichts ist gerade zu Beginn einer Ausbildung sinnvoll, denn Erfahrungsschatz, Input und andere Perspektiven sind dann sehr wichtig.
Beim Begleiten ist die Rolle des Dozenten oder der Dozentin mehr jene eines Team-Members oder Coaches. Es geht weniger darum Wissen weiter zu geben, sondern mehr darum im Prozess zu unterstützen. Sei das bei der Reflexion zum Projekt oder bei einer Umsetzung dieses.
Betreuen und Begleiten unterscheiden sich im Grundprinzip deutlich, dennoch gibt es keine scharfe Trennung dieser beiden Bereiche. Jeder beinhaltet Elemente vom anderen.

Verhältnis von Betreuen und Begleiten im Bezug auf die Ausbildung betrachtet

Wichtig für Planung und Unterricht ist die Erkenntnis, dass zu Beginn einer Aus- oder Weiterbildung mehr Elemente mit betreuenden Charakterzügen notwendig sind als gegen Ende hin. So braucht eine «frische» Studentin Input, Wissensvermittlung und einen Rahmen aus dem heraus Entwicklung der Selbstbestimmung gefördert wird. Je höher der Grad an lernbezogener Autonomie ist, umso stärker gehen Elemente der Betretung zurück und Elemente des Begleitens treten an ihre Stelle. Dieses Unterstützen der Entwicklung von Selbstbestimmung ist «Empowerment».  Empowerment sehe ich als eines der Grundziele von jeder Ausbildung.

Theorie nicht gleich Praxis

In der Praxis sieht das natürlich nicht so geradlinig wie beim Titel aus. In der Praxis befindet sich jeder Lernende an einem anderen Punkt. Hier ist die Fähigkeit des Dozenten entscheidend, dies zu erkennen und in einem vernünftigen Rahmen darauf einzugehen.
Das Einzel in der Masse zu erkenn und darauf eingehen zu können sehe ich als wichtige Kompetenz von Personen die in der Lehre tätig sind. Feedback bietet viele Möglkichkeiten diese Kompetenzen zu stärtken.

Auf den Punkt gebracht

Die Unterscheidung von Begleiten und Betreuen ist wichtig um zu erkennen wie die Entwicklung und das Empowerment von der Gruppe, aber auch vom Einzelnen gefördert werden kann.

Betreuen-Begeliten
Die Realität in einer Gruppe: nicht alle Lehrenden haben gleich entwickelte Kompetenzen und entwickeln sich auch nicht gleich.

#weiterbildung digital

digitale weiterbildung

#weiterbildung digital, Tagung an der PH Zürich:
Hängen gebliebenes & Gedankenschnipsel

Transformation – Bei einer Transformation findet immer ein Bruch statt. Es ist ein Umbruch oder eine Änderung. Was passiert an dieser Bruchstelle?

Arbeitsmodelle der Zukunft. Was muss Bildung leisten? – Wissenschaft/Forschung und Praxis/Umsetzung müssen sich ergänzen und in ständigem Austausch zueinander stehen. Weiterbildung kann dank Forschung optimiert werden.

Steigende Komplexität, steigende Geschwindigkeit – Wie gehen wir  in der Lehre damit um?
Personalisierte Weiterbildung als Ansatz

Spannungsfelder entstehen: Langeweile wird gepaart mit steigender Komplexität. (Fliessband)

Der Stellenwert der menschlichen Arbeit liegt momentan in der Bewältigung von Ungeplantem. – Dazu braucht es ein tiefes Verständnis/ Wissen von Prozessen die dahinter stehen.
Arbeitsmarkt sucht: agile, selbstverantwortliche und selbstgesteuerte Personen. Die Arbeit im Team und die Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, und Kommunikationskompetenz sind wichtige Faktoren.

Bildungsräume – Informelles lernen – Produktorientierte Didaktik – Bildungs-Architektur – Gestaltung von Bildung und deren Räumen

Feedback macht Räume erfassbar.

Digitale Medien – Sind ein weiteres Werkzeug, wie ein Bleistift. Sie sind kein Ersatz sondern eine Ergänzung. Es kommt auf das „wie“ an, nicht auf das „ob“.

Der Umgang mit Algorithmen als Sozialkompetenz.
Das „sich einlassen“ auf eine irritierende, also bildungsfördernde Sicht, wird zunehmend schwieriger. (Rausgefiltert).

Weiterbildung für mündige Menschen gestalten.

 

why not?

Paketdeckel mit (zu)vielen Briefmarken

Beim Betrachten dieses Paketdeckels könnte man denken, dass da jemand seine Briefmarken Ansammlung loswerden wollte oder eine spezielle Faszination fürs Briefmarken befeuchten hat. Falsch: Es war eine offizielle Poststelle, welche die Frankatur des Pakets so gelöst hat.
Nun fragt man sich, ob diese Poststelle den Nutzen von selbst gedruckten Frankaturen noch nicht erkannt hat, nicht die Technologie dazu hat oder gerade der Strom ausgefallen ist?

Auf jeden Fall ergibt sich ein wunderbares Bild, dass als Diskussionseinstieg für Themenkreise wie: Prozesse, Design, Innovationmöglichkeiten, … wunderbar funktioniert.

Bilder erzählen Geschichten, inspirieren zu Gedankengängen, lassen neue Bilder entstehen, sind Ankerpunkte für Argumentationen, …
Und vielleicht ist die spannendste Frage: Ja warum eigentlich nicht?