Rezension: Feedback in der Hochschullehre

Rezension Feedback in der Hochschullehre

„Fazit: Das Buch macht Lust, sich mit Feedback zu beschäftigten, zeigt viele Wege auf mit den Studierenden ins Gespräch zu gehen, gibt erste Absicherungen für den Fall negativer Kritik und inspiriert zu Erprobungen im Feld. Detailfragen sind, wie oben im Einzelnen ausgeführt, diskutierbar, das sollte aber nicht an der Rezeption des Buches hindern, sondern zum Mitdenken und Mitgestalten einladen. Denn das ist letztlich ein Grundgedanke der Autorin, die mit einem DIY-Aufruf zur eigenen Konzeption von Feedbackverfahren schließt.“

Ganze Rezension von Dr. Julia Weizel hier zu finden: https://www.socialnet.de/rezensionen/24721.php

Dr. Julia Weitzel ist Erziehungswissenschaftlerin, DGfC-Coach, Hochschuldidaktikerin (dghd)
Homepage www.julia-weitzel.de

Aus- & Weiterbildung: Aspekte von Betreuen und Begleiten

Betreuen-Betrachten

Unterschiede von Betreuen und Begleiten

Betreuen bedeutet einen sicheren Rahmen bieten, Möglichkeiten aktiv aufzeigen, Einführungen geben. Kurzum der Dozent oder die Dozentin ist in dieser Rolle Mentorin, oder Lehrender, der etwas weiter gibt. Diese Art des Unterrichts ist gerade zu Beginn einer Ausbildung sinnvoll, denn Erfahrungsschatz, Input und andere Perspektiven sind dann sehr wichtig.
Beim Begleiten ist die Rolle des Dozenten oder der Dozentin mehr jene eines Team-Members oder Coaches. Es geht weniger darum Wissen weiter zu geben, sondern mehr darum im Prozess zu unterstützen. Sei das bei der Reflexion zum Projekt oder bei einer Umsetzung dieses.
Betreuen und Begleiten unterscheiden sich im Grundprinzip deutlich, dennoch gibt es keine scharfe Trennung dieser beiden Bereiche. Jeder beinhaltet Elemente vom anderen.

Verhältnis von Betreuen und Begleiten im Bezug auf die Ausbildung betrachtet

Wichtig für Planung und Unterricht ist die Erkenntnis, dass zu Beginn einer Aus- oder Weiterbildung mehr Elemente mit betreuenden Charakterzügen notwendig sind als gegen Ende hin. So braucht eine «frische» Studentin Input, Wissensvermittlung und einen Rahmen aus dem heraus Entwicklung der Selbstbestimmung gefördert wird. Je höher der Grad an lernbezogener Autonomie ist, umso stärker gehen Elemente der Betretung zurück und Elemente des Begleitens treten an ihre Stelle. Dieses Unterstützen der Entwicklung von Selbstbestimmung ist «Empowerment».  Empowerment sehe ich als eines der Grundziele von jeder Ausbildung.

Theorie nicht gleich Praxis

In der Praxis sieht das natürlich nicht so geradlinig wie beim Titel aus. In der Praxis befindet sich jeder Lernende an einem anderen Punkt. Hier ist die Fähigkeit des Dozenten entscheidend, dies zu erkennen und in einem vernünftigen Rahmen darauf einzugehen.
Das Einzel in der Masse zu erkenn und darauf eingehen zu können sehe ich als wichtige Kompetenz von Personen die in der Lehre tätig sind. Feedback bietet viele Möglkichkeiten diese Kompetenzen zu stärtken.

Auf den Punkt gebracht

Die Unterscheidung von Begleiten und Betreuen ist wichtig um zu erkennen wie die Entwicklung und das Empowerment von der Gruppe, aber auch vom Einzelnen gefördert werden kann.

Betreuen-Begeliten
Die Realität in einer Gruppe: nicht alle Lehrenden haben gleich entwickelte Kompetenzen und entwickeln sich auch nicht gleich.

#weiterbildung digital

digitale weiterbildung

#weiterbildung digital, Tagung an der PH Zürich:
Hängen gebliebenes & Gedankenschnipsel

Transformation – Bei einer Transformation findet immer ein Bruch statt. Es ist ein Umbruch oder eine Änderung. Was passiert an dieser Bruchstelle?

Arbeitsmodelle der Zukunft. Was muss Bildung leisten? – Wissenschaft/Forschung und Praxis/Umsetzung müssen sich ergänzen und in ständigem Austausch zueinander stehen. Weiterbildung kann dank Forschung optimiert werden.

Steigende Komplexität, steigende Geschwindigkeit – Wie gehen wir  in der Lehre damit um?
Personalisierte Weiterbildung als Ansatz

Spannungsfelder entstehen: Langeweile wird gepaart mit steigender Komplexität. (Fliessband)

Der Stellenwert der menschlichen Arbeit liegt momentan in der Bewältigung von Ungeplantem. – Dazu braucht es ein tiefes Verständnis/ Wissen von Prozessen die dahinter stehen.
Arbeitsmarkt sucht: agile, selbstverantwortliche und selbstgesteuerte Personen. Die Arbeit im Team und die Problemlösungsfähigkeit, Kreativität, und Kommunikationskompetenz sind wichtige Faktoren.

Bildungsräume – Informelles lernen – Produktorientierte Didaktik – Bildungs-Architektur – Gestaltung von Bildung und deren Räumen

Feedback macht Räume erfassbar.

Digitale Medien – Sind ein weiteres Werkzeug, wie ein Bleistift. Sie sind kein Ersatz sondern eine Ergänzung. Es kommt auf das „wie“ an, nicht auf das „ob“.

Der Umgang mit Algorithmen als Sozialkompetenz.
Das „sich einlassen“ auf eine irritierende, also bildungsfördernde Sicht, wird zunehmend schwieriger. (Rausgefiltert).

Weiterbildung für mündige Menschen gestalten.

 

why not?

Paketdeckel mit (zu)vielen Briefmarken

Beim Betrachten dieses Paketdeckels könnte man denken, dass da jemand seine Briefmarken Ansammlung loswerden wollte oder eine spezielle Faszination fürs Briefmarken befeuchten hat. Falsch: Es war eine offizielle Poststelle, welche die Frankatur des Pakets so gelöst hat.
Nun fragt man sich, ob diese Poststelle den Nutzen von selbst gedruckten Frankaturen noch nicht erkannt hat, nicht die Technologie dazu hat oder gerade der Strom ausgefallen ist?

Auf jeden Fall ergibt sich ein wunderbares Bild, dass als Diskussionseinstieg für Themenkreise wie: Prozesse, Design, Innovationmöglichkeiten, … wunderbar funktioniert.

Bilder erzählen Geschichten, inspirieren zu Gedankengängen, lassen neue Bilder entstehen, sind Ankerpunkte für Argumentationen, …
Und vielleicht ist die spannendste Frage: Ja warum eigentlich nicht?

Brainstorming erweitern; holt das Maximum raus!

Brainstorming erweitern

Brainstorming erweitern

Sturm ist angesagt. Genau; Brainstorming kennen wir alle: Thema wird genannt, dann rufen oder schreiben alle Begriffe auf und es wird gesammelt. Erlaubt ist alles, falsche Ideen gibt es nicht. Ein super Tool, wenn es um das Generieren von Ideen geht. Darum mein Tipp: Brainstorming erweitern und noch mehr raus holen.

Wie jedes Tool kann es erweitert oder in Varianten durchgespielt werden.

Zum Beispiel:

  • Als Ausgangspunkt einen Text lesen und per Brainstorming Assoziationen zusammenstellen.
  • Nicht nur schreiben, sondern skizzieren, einfache Bilder erstellen.
  • Formen sprechen lassen, zu Beispiel schnelle 3D Skizzen oder in Form von Gegenständen, die zusammengesucht werden.
  • Mehrere Durchgänge, zwischendurch Cluster (Themenwolken) erstellen.

Wenn möglich die entstandenen Konstrukte hängen oder stehen lassen. Sie sind gerade in einem längeren Gestaltungsprozess eine wunderbare Inspirations Quelle. Hier kann jeder Einzelne vom «Brainpower» der Gruppe profitieren.

Bild: Workshopwoche, CoCreate 2016 @ FHNW HGK